Verkehrsrecht – Zu nah aufgefahren: Fahrverbot kann drohen – nicht jedoch immer

Wer auf der Autobahn weniger als ein Drittel des nötigen Abstands zum vorausfahrenden Fahrzeug einhält, riskiert seinen Führerschein. Auf das langsame Fahren des Vordermannes reagiert der Fahrer eines Fahrzeuges nicht und fährt zu dicht auf. Die Faustregel: halber Tachoabstand. Unterschreitet der Hintermann diese Grenze, verstößt er in der Regel gegen §§ 1 Abs.2 und 2 Abs.1 StVO. Damit droht dem Auffahrenden eine Geldbuße in Höhe von 160,00 EUR und ein Fahrverbot von 1 Monat. ina Ausnahmefällen kann das Gericht mildernde Umstände in dem Fehlverhalten des Vordermannes sehen, wenn dieser beispielsweise durch sein langsames und stur auf der linken Spur Fahren den Hintermann daran hinderte, die linke Spur in vollem Umfang nutzen zu können. Insoweit war das Verhalten des Vordermannes mnitursächlich für die Nichteinhaltung des Sicherheitsabstandes

Im Ergebnis stand eine Geldbuße in Höhe von 500 Euro wegen fahrlässiger Nichteinhaltung des erforderlichen Abstands.

(AG Landstuhl, Urteil v. 22.02.2016, 2 OWi 4286 Js 14527/15)